Michel Couvreur widmet seine Zeit und Handeln seit 1978 dem Whisky. Sein Geschäft, welches zuerst ausschliesslich auf Burgunderweinen aufbaute, war in den Anfängen 1951 in Brüssel etabliert; es wurde 1956 nach London verlegt und ab 1964 nach Schottland, wo die Firma heute noch ...
... eingeschrieben ist. Neben seinen Whiskys fühlt Michel sich aber bis heute auch den Weinen der Region Burgund verpflichtet.
Zunehmend verlagerte Michel Couvreur das Zentrum seiner Whiskyaktivitäten an seinen französischen Standort im schönen Bouze-lès-Beaune, der sich als bestmöglicher Standort für eine Whiskyproduktion erwies und den grundlegenden Charakteristika des traditionellen Scotch entspricht. Couvreur ist der festen Überzeugung, dass der traditionelle Scotch der frühen 80er Jahre verantwortlich für den weltweiten Triumph dieser einzigartigen Spirituose ist.
Heute sind sich Experten einig: Mindestens 60 Prozent des Geschmacks und der Qualität eines Whiskys hängt von Eichenholzfass ab, in dem er reifte. Michel Couvreur ist dies schon seit Jahren bewusst und sein ganzes Tun und Handeln dreht sich genau um diesen Punkt.
Sherry- und Portweinfässer waren die einzigen Eichenholzfässer, die die Seereise nach Schottland ohne Oxydation überstanden. In diesen Fässern lagerte zuvor jahrzehntelang (bis zu 40 Jahre) hoch prozentiger Port oder Sherry nach dem Solera-Verfahren. So verwundert es auch nicht, dass bis 1970 Sherry der meist getrunkene "Wein" in Vereinigten Königreich war.
Die schottische Whisky-Industrie konnte sich bis 1970 an den nach Schottland eingeführten Eichenholzfässern erfreuen, die Sherry und Portwein in sich trugen und in denen sie ihre Whiskys reifen liessen. Der Whisky bekam hierdurch einen unverwechselbaren Geschmack und wie auch einzigartige Qualität.
Felsenkeller in Bouze-les-Beaune
1970 wurden nun die Eichenholzfässer durch Kunststoff- oder Stahltanks ersetzt und die bis dahin eingesetzten leeren Sherry und Port Pipes (Weinfass mit 470 Liter Inhalt) verschwanden und wurden meist durch gebrauchte Bourbonfässer aus Amerika ersetzt. 1982 zurzeit von Michels erster Destillierung konnte er gerade einmal sieben alte Sherryfässer im ganzen Vereinigten Königreich ausmachen.
Es musste etwas geschehen. So entschied Michel Couvreur sich dazu, seinen unterirdischen Weinkeller, der in Bouze-lès-Beaune in den Felsen gehauen ist, wieder aufleben zu lassen, weil er sich auf halbem Wege zwischen Andalusien und den schottischen Highlands befindet.
Jahrzehntelang wurden leere (Sherry-)Fässer nach Schottland verschifft, um sie dort zur Reifung des zukünftigen Whiskys zu nutzen. Sicherlich war immer noch ein Rest des zuvor darin gelagerten Sherrys vorhanden, welcher aber aufgrund teilweise langer Transportwege zusehens an Einfluss verlor. Um auch das Verlangen nach immer mehr Sherryfässern und günstigeren Transporten nachzukommen, zerlegte man die Sherryfässer. Das Resultat war abzusehen. Der Einfluss der Sherryfässer auf die Reifung des Whiskies veränderte sich drastisch.
Michel Couvreur geht unbeirrt einen ganz gegensätzlichen Weg. Er wählt Sherryfässer im nahe gelegenen Andalusien aus und lässt sie teils leer als auch mit Sherry gefüllt ins Burgund bringen und befüllt sie mit dem Destillat, welches er sich der Gerste wegen aus Schottland kommen lässt.
Für diesen wahrlich aussergewöhnlichen Whisky hat Michel Couvreur so die perfekten Voraussetzungen geschaffen. Er hat also einen Weg gefunden, die alten Charaktere der starken Whiskys der 70er und 80er Jahre in Frankreich wieder aufleben zu lassen.
Michel Couvreur seit 1951
Der oft mit Spitznamen "Der letzte Mohikaner" genannte Michel Couvreur ist ein hartnäckiger Verfechter von Tradition und gehört zu den ganz Grossen, wenn es um die Herstellung von besonders komplexem und schmackhaftem Whisky geht.
Er ist wohl der Letzte, der sich die Zeit nimmt, seine Sherryfässer persönlich in Andalusien auszusuchen. Michel sucht nur Sherryfässer aus, die seit Jahrzehnten von geschmackvollen und geheimnisvollen Sherry durchdrungen wurden und die somit seinen Whiskys ein einzigartiges Geschmackserlebnis verleihen.
Sein Geheimnis ist die besondere Reifung und Lagerung seiner Whiskys. Er bringt schottisches Destillat (der aussergewöhnlich guten Gerste wegen) und alte spanische Sherryfässer in seinem Weinkeller in Bouze-lès-Beaune zusammen, das Resultat sind Produkte, die vor Kraft, Komplexität und Geschmack nur so strotzen.
Michels Kundschaft besteht zu einem grossen Prozentsatz aus Kennern und Liebhabern grosser Weine, Sherrys und Whiskys. Nach vielen Jahren der Hingabe zum Whisky stellt Michel Couvreur zufrieden fest, dass Scotch Whisky die absolut beste Spirituose der Welt ist!
Michel sagt: "Whisky ist für Armagnac, was Armagnac für Cognac ist, mehr Sinnlichkeit, mehr Fülle und mehr Kraft. Whisky ist der Burgunder der Spirituosen."
Jeder, der seine Whiskys probiert hat verwandelt sich sofort in einen hingebungsvollen Anhänger und Liebhaber, für immer.