Tasting Notes auf einen Blick:
Beeren, Holunder, Kirschen, Malz, intensive Eichennote, leichte Süsse, frisches Heu.
Herkunft:
Schweiz, Zug (ETTER SOEHNE AG)
Whiskydaten:
JOHNETT, 3 years old, 42% Vol., gereift in Barrique-Eichenfässern aus dem Weingut Rosenau, gelagert im sehr feuchten Höllgrotten-Klima (untertags).
Ein sehr schöne Ausgangslage, für einen Dreijährigen wunderbar ausgewogen, würde etwas mehr Alkohol sehr gut vertragen. Viele weitere Informationen auf der Homepage:
http://www.johnett.ch Ideal für:
Hervorragend zu einer Käseplatte – stark und kräftig genug auch für ein Fondue (Geheimtipp!). Für uns kein Apéritif, eher zum Dessert, geht auch als Sommerwhisky.
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Tasting Notes:
Schöne, anmächelige Schachtel, die an einen hochwertigen Bourbon erinnert. Sehr whiskeyhaft und ansprechend. Ganz im Trend der „Natürlichkeit“, naturverbundenes, herbes Design. Für uns sehr gut gelungen. Erinnert sofort an "Cowboy", an John Wayne, wie er in den Sonnenuntergang reitet.
Alle wichtigen Informationen sind schon auf der Schachtel erkennbar, der Name passt hervorragend, Gesamtkonzept stimmig und sehr professionell (inkl. Webseite, Shop, etc.).
Die Flasche beeindruckt durch ihre Form: sie stellt etwas dar und wirkt robust. Das Design auch hier wunderbar durchgezogen, Prägung und Papier sind sehr gut gelungen. Einzig an der „Swiss“-Erwähnung wird erkannt, dass es sich um einen Schweizer Whisky handelt.
Mit einem schönen saftigen „Plop“ öffnet sich die Flasche…
Überraschend und eindrücklich golden, braun mit etwas grün, macht sehr gluschtig. Das Aroma füllt trotz Nosing Glas schnell den Raum, eher süsslich, Weinkellerholz.
Frischer Alkohol, Fruchtbrand drückt mit, Kirsch kommt in den Sinn (da wirkt wohl auch etwas das Klischee). Beim Schwenken dann herrliche Kirchenfenster, reiche Tropfen und Formen. Duft süss und ansprechend, malzig, grün, Holznote erst verhalten, schleicht sich dann aber langsam in den Vordergrund. Fassholz, feucht, schön und reif, ein Frühlingswald im Regen erscheint vor den Augen, jung, kräftig, erfrischendes Kribbeln, gradlinig und kantig. Kein Rauch, kein Torf.
Entwickelt sich im Glas nicht mehr weiter, sondern bleibt, wie er ist, Aroma ist eher schnell weg.
Bergige Beeren, Holunder, Kirschen, Malz, intensive Eichennote, leichte Süsse, samtig- cremig auf der Zunge, leichtes frisches Heu erscheint danach. Sehr "sauber", ohne intensive Nebentöne.
Immer noch beerig-malzig, zwar "schluck und weg" im Gaumen, aber ein langer Nachhall auf der Zunge. Eine wunderschöne, kriesiholzige Eichenharmonie im Mund.
Mit viel Wasser erinnert der Johnett an süsse Zältli, nasse Steine im Bachbett (sehr dominant) und an würzig-grüne Waldkräuter. Wird er etwas im Glas stehen gelassen, verflüchtigen sich Aroma / Nase, im Mund aber gewinnen Waldnuancen und Bergsommernoten an Stärke.
Allgemein:
Ein eher leichter Whisky – eventuell etwas zu stark verdünnt? - Wir denken, dass dem Johnett 46% durchaus gut anstehen würden. Wie wohl eine Fassstärke schmecken würde?
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Whisky Tales:
Wir haben via einem Freund vom JOHNETT gehört und uns in Zug gemeldet. Der Kontakt war äusserst freundlich und angenehm. Die Tastingnotes oben entstanden während diversen eigenen Tastings - selten hat uns ein Tasting so Freude gemacht.