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Distillery
Einige Destillerien sind im Laufe der Zeit unter verchiedenen Namen bekannt geworden, was oftmals eine direkte Folge der teilweise sehr wechselhaften Geschichte mit zahlreichen Besitzerwechseln der Brennereien ist.
| | | | Der Name Auchentoshan (sprich Ochentóschen) bedeutet ‚Corner of the field'. Auchentoshan liegt in Old Kilpatrick, West Dunbartonshire, Schottland. Die Geschichte der Auchentoshan-Brennerei kann ...
... mit Fug und Recht als bewegt bezeichnet werden: Gegründet 1817 von John Bulloch als ‚Duntocher Distillery', übernahm nach dessen Bankrott bereits drei Jahre später sein Sohn Archibald die Destillerie, doch auch er war glücklos und musste 1826 ebenfalls Bankrott anmelden. 1834 bekam die Brennerei ihren heutigen Namen und wurde in Auchentoshan umbenannt. Bis 1920 wurde sie dreimal verkauft, bis sie im März 1941 bei einem deutschen Fliegerangriff teilweise zerstört und erst nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut wurde. Am 3. Februar 1948 wurde Auchentoshan wieder in Betrieb genommen. In den 1960er Jahren folgten hintereinander drei weitere Verkäufe und schliesslich wurde die Brennerei 1984 von Morrison Bowmore übernommen. Heute gehört Auchentoshan zu Suntory und ist eine der letzten in Betrieb befindlichen Brennereien in den Central Lowlands. Das Wasser für den Auchentoshan-Whisky stammt aus den Kilpatrick Hills. Das verwendete Malz ist nur ganz leicht getorft. Ungewöhnlich für schottische Brennereien ist die Dreifachdestillation: Der Alkoholgehalt des ‚new makes' liegt daher mit etwa 80 bis 82% relativ hoch und wird vor dem Abfüllen in die Fässer auf ca. 63,5 % reduziert.
|  | | | | | | | | | Aultmore liegt bei Keith, Banffshire, Schottland und wurde 1896 von Alexander Edwards erbaut. 1898 wurde sie Teil seiner Oban & Aultmore-Glenlivet Distilleries. 1913 ging sie ...
... in den Besitz von John Dewar & Sons über und 1925 wurde sie von Distillers Company Limited (DCL) übernommen. 1970/1971 wurde Aultmore renoviert und dabei von zwei auf vier Stills erweitert. Nach mehreren Besitzerwechseln gehört Aultmore heute zu Bacardi.
Das Wasser der zur Region Highlands/Speyside gehörenden Brennerei stammt vom Auchinderran Burn. Das Malz kommt von den United Distillers-Maltings in Burghead, Roseisle und Glenesk.
|  | | | | | | | | | Balmenach ist eine Whiskybrennerei bei Cromdale, Morayshire, Schottland. Die Brennerei wurde wahrscheinlich 1824 von James McGregor gegründet. 1897 wird daraus ...
... die Balmenach Glenlivet Distillery Company, die 1930 wird an Scottish Malt Distillers (SMD) geht. Von 1941 bis 1947 war Balmenach erstmals geschlossen, ein Schicksal, das die Destillerie im Mai 1993 noch ein zweites Mal ereilte. Im Dezember 1997 wurde die Brennerei dann von Inver House gekauft und am 2. März 1998 wurde die Produktion glücklicherweise wieder aufgenommen.
Das Wasser der zur Region Speyside gehörenden Brennerei stammt aus dem Cromdale Burn. Das Malz wird von United Distillers-Maltings bezogen. Derzeit gibt es keine Original-Abfüllung von Balmenach; Da die Produktion erst 1998 wieder angelaufen ist, wird es wohl auch noch einige Jahre dauern, bis wieder eine auf den Markt kommt. Unabhängige Abfüller wie Gordon & MacPhail haben aber glücklicherweise noch einige Balmenach-Abfüllungen im Programm.
|  | | | | | | | | | Mit der Gründung 1779 durch David Simson war die nach der Stadt Bowmore benannte Whiskybrennerei die erste legale Brennerei auf der Isle of Islay. Sie ist eine der ältesten Schottlands.
Wie viele schottische Whiskybrennereien wechselte Bowmore im Laufe der Zeit mehrmals die Besitzer: Zunächst führten der Gründer, der Farmer und Händler David Simson, und später seine Familie das Unternehmen, bis 1837 William & James Mutter Eigentümer der Brennerei wurden, 1925 übernahm Joseph Robert Holmes die Anlagen. Die Destillerie wurde umbenannt in Bowmore Distillery Co und Eigentum der Sheriff's Bowmore Distillery Ltd. Während des Zweiten Weltkrieges (1939-45) war die Brennerei dann ganz geschlossen, die Gebäude dienten als Stützpunkt für Flugboote. Die Umbenennung in Morrison Bowmore erfolgte 1987. 1994 fand der bisher letzte Besitzerwechsel statt, seitdem gehört das Unternehmen zur japanischen Suntory-Gruppe. Zwei Besonderheiten der Brennerei sind das eigene Malting sowie eine zum Schwimmbad umgebaute Lagerhalle, in der die in der Produktion entstehende Wärme zum Heizen genutzt wird. Neben der für Islay-Whiskys typischen Rauch- und Torfnote bieten die meisten Bowmores ein deutliches Sherryaroma verbunden mit einer angenehmen Trockenheit und einer maritim-salzigen Note. Die meisten Whiskys der Brennerei werden in spanischen Sherryfässern gelagert. Das zur Produktion benutzte Wasser des Flusses Laggan, welches durch den umgebenden Torf geprägt ist, das getorfte Gerstenmalz sowie die Lagerung in Lagerhäusern, die bei Flut teilweise 1,5 Meter im Salzwasser stehen, sorgen für den typischen Bowmore-Geschmack.
|  | | | | | | | | | Braeval / Braes of Glenlivet ist eine heute stillgelegte Whiskybrennerei in Chapeltown of Glenlivet, Banffshire, Schottland. Die Brennerei wurde 1973 als Braes of Glenlivet durch ...
... Chivas Brothers, einem Tochterunternehmen von Seagram, gegründet. Seit 1995 heisst sie Braeval, um Verwechselungen mit der Glenlivet-Destillerie zu vermeiden. 2001 ging die Spirituosensparte von Seagram, und damit die Brennerei, an Pernod Ricard welche sie im August 2002 stilllegten. Die Brennerei liegt in einer Höhe von 355m und war damit die höchstgelegene in Schottland, seit der Stilllegung hat Dalwhinnie diesen Titel inne. Immerhin gab Pernod Ricard im Februar 2008 bekannt, die Braeval-Destillerie im Juli wiedereröffnen zu wollen.
Das Wasser der zur Region Speyside gehörenden Destillerie kommt aus den Preenie- und Kate-Quellen. Da die Brennerei über keine eigenen Lagerhäuser verfügt, wurden die Fässer zu Seagrams Zeiten in Keith abgefüllt und gelagert. Es gibt keine Eigentümerabfüllungen von dieser Destillerie.
|  | | | | | | | | | Bruichladdich (sprich "Bruuck-laddi") liegt bei Port Charlotte auf der Isle of Islay, Schottland. Der Name ist gälisch und bezeichnet den erhobenen Strand auf der Hebriden-Insel "Isle of Islay" ...
... an der wilden schottischen Westküste, auf welchem die Destillerie gebaut wurde.
Bruichladdich wurde 1881 durch die Brüder Robert William und John Gourlay Harvey an einer perfekten Lage am Rande von Loch Indaal, an "the Rhinns", dem westlichsten Punkt der Insel "Islay", erbaut. Zu dieser Zeit zählte der Betrieb zu den modernsten Destillerien. Ein Grossteil der damaligen Ausrüstung wird noch heute verwendet. Im Gegensatz zu den meisten Brennereien, die aus umgebauten Bauernhäusern entstanden sind, wurde Bruichladdich als Destillerie geplant und gebaut. Die Gebäude wurden um einen zentralen Hof angelegt, der die Darren und eine Dampfmaschine zur Stromerzeugung beinhaltete. Von 1929 bis 1937 wurde nicht produziert, danach folgten einige Besitzerwechsel. 1994 wurde die Brennerei erneut stillgelegt, bis sie am 19. Dezember 2000 von Mark Reynier und seinen beiden "Murray McDavid"-Kollegen Simon Coughlin und Gordon Wright gekauft und anschliessend vollständig renoviert wurde. Die viktorianische Ausstattung wurde grösstenteils erhalten. Die Geräte, Brennöfen und Rohrleitungen wurden komplett auseinandergenommen und durch ein Team von Ingenieuren neu zusammengebaut. Bruiladdich bietet eine grosse Besonderheit: Seit 2002 haben Interessenten die Möglichkeit, ein eigenes Fass zu erwerben. Hierbei kann der Käufer den ‚peat level' (=Torfgehalt), die Art des zu verwendenden Fasses (‚French Oak cask' oder ‚American Oak cask') und dessen Größe (1 ‚Butt' = 476,96 l, 1 ‚Hogshead' = 238,48 l oder 1 ‚Barrel' = 119,24 l) wählen. Seit dem 25. Mai 2003 ist die eigene Abfüllanlage (The Harvey Bottling Hall) in Betrieb und damit ist die Destillerie die einzige auf Islay, die vor Ort abfüllt. Im Mai 2004 wurde zudem die eigene Böttcherei eröffnet, und seit Dezember 2004 wird das Malz aus Bio-Gerste von Islay hergestellt.
|  | | | | | | | | | Bunnahabhain bedeutet auf Gälisch in etwa "Mündung des Flüsschens" und hat auf jeden Fall mit dem Standort der Destillerie zu tun. Ausgesprochen wird der Name "Bun-na-ha-wenn" manchmal auch "Buna-hav'n". Sie liegt auf Islay in der Nähe ...
... von Port Askaig, ganz im Nord-Osten mit Aussicht auf den Sound of Islay. Bekannt sind von der Destillerie vor allem die Flaschen mit dem Seemann hinter dem Ruder seines Schiffes. Die Destillerie wurde um 1881 gegründet und zweimal sogar komplett geschlossen (1930 für sieben Jahre und 1982 für zwei Jahre). 1999 übernimmt die Edrington Group die Hoheit über diese Destillerie und reduziert die Produktion auf einige wenige Wochen im Jahr. Dies, um die Produktion von Jahrgangs-Whiskys nicht zu unterbrechen. Erst mit dem erneuten Verkauf 2002 wurde der Betrieb wieder hochgefahren.
Die Brennerei soll die grössten Spirit Stills auf der Insel haben. So oder so produziert Bunnahabhain einen für Islay eher atypischen, nur schwach rauchigen Whisky. Was weniger mit dem ungetorften Wasser, welches über Kalkstein fliesst, zu tun haben wird als vielmehr mit der Wahl der Gerste. Die Produktion beläuft sich im Moment auf ca. 1.7 bis 2.0 Millionen Liter. Ausgelegt ist sie für maximal 2.5 Millionen. Dazu werden eine rostfreie Stahl-Mash Tun, 6 Oregon-Eichen Wash Backs und 2x2 Stills aus Kupfer verwendet. Der Besitzer investiert aktuell sehr viel Liebe und Geld in die Ausrüstung, was ein reges Gewusel von Handwerkern auf dem Gelände bewirkt.
|  | | | | | | | | | Die Caol Ila Distillery (sprich: kal-ihla, gälisch mit der Bedeutung ‚Islay-Sund') liegt auf der schottischen Insel Islay. Die Destillerie wurde im Jahre 1846 von Hector Henderson, der auch Littlemill ...
... mit aufbaute, in einer Bucht an der Ostküste von Islay, etwas nördlich von Port Askaig direkt am Islay-Sund gegründet.
1879 wurde die Brennerei erstmals ausgebaut und renoviert. Von 1930 bis 1937 war sie dann stillgelegt und 1941 - nach nur vier Jahren Produktion - folgte bereits die nächste Ruhepause, die bis 1945 dauerte. Von April 1972 bis Januar 1974 wurde die Brennerei grundlegend renoviert, auch während dieser Zeit wurde nicht produziert. Heute hält United Malt and Grain Distillers (UMGD) die Lizenz, die bis 1992 noch bei Bulloch, Lade & Co. lag. Das für den Caol Ila verwendete Malz stammt aus den Port Ellen Maltings, das Wasser für die Herstellung stammt aus dem Loch nam Ban (Torrabolls Loch). Neben den eigenen Lagerhäusern werden auch die der seit 1929 geschlossenen Lochindaal Destillerie bei Port Charlotte benutzt. Der grösste Teil der Produktion geht allerdings in die Verschneidung. Die Originalabfüllungen des Single Malts sind seit 1988 wieder erhältlich. Die Malts von Caol Ila werden traditionell kaum in Sherry-Fässern ausgebaut, was die wenigen Sherry-Fass- Abfüllungen (meist von unabhängigen Abfüllern) zu begehrten Raritäten macht.
|  | | | | | | | | | Der Name "Dalmore" ist halb gälisch, halb altnordisch und bedeutet "große Wiese". Auch den Hasen gefällt's, denn keine andere Destillerie hat soviele langohrige Mitbewohner wie ...
Dalmore. Die Destillerie, in den nördlichen Highlands am Nordufer des Cromarty Firth etwas nördlich von Inverness gelegen, begann als typische Farmhausbrennerei im Jahre 1839. Das Wappen der Gründerfamilie MacKenzie, ein Hirschkopf, schmückt noch heute die Flaschen. Dieses Privileg erhielt der Clan vom damaligen schottischen König Alexander (einer der wenigen unbestrittenen) 1263. Der König wurde auf der Jagd schwer verwundet und ein MacKenzie erschoss den angreifenden Hirsch mit einem Pfeil. Ein etwas seltsames Abschweifen fand während des ersten Weltkriegs statt. Damals wurden anstelle von Whisky Minen in den Gebäuden hergestellt. Ob es wirklich anstelle war? – denn 1920, nachdem eine Explosion die Anlage fast gänzlich zerstört hatte, zog sich die Navy wieder zurück und die MacKenzies konnten sich wieder dem Erzeugen von schönen Produkten, dem Destillieren von Whisky, zuwenden.
Heute gehört die Destillerie der Firma Whyte & Mackay, welche mit ihrer berühmten "Nase" Richard Paterson wunderbare Produkte herstellt und dem Produkt Whisky auch den gebührenden Respekt zollt. Die heute erhältlichen Produkte beweisen dies aufs Wunderbarste. Dalmore war auch die erste Destillerie, welche Whisky nach Australien exportierte, sie hielt lange den "Preis" für den teuersten jemals verkauften Whisky und erzeugte Legenden wie zum Beispiel den Cigar Malt.
|  | | | | | | | | | Glen Moray (gesprochen in etwa "glen marri) liegt am Rande der Stadt Elgin, mitten in der Speyside. Ganz in der Nähe des Flusses Lossie, welcher im Winter doch gerne mal über die Ufer ...
... tritt, was für die Destillerie nun doch eher unangenehm ist. Das Wort ‚Glen' steht für Tal und ‚Moray' heisst der Bezirk, in dem die Destillerie liegt. Auch der Meeresteil, welcher gleich vor der Küste liegt, hat den Namen 'Moray Firth'. Bei der Ankunft auf dem Destillerie-Gelände fällt ein schlankes, hohes, schwarzes Gebäude auf. Und unmittelbar darauf die vielen Warehouses, in denen der Whisky gelagert wird. Das Gelände wirkt etwas gar gross im Verhältnis zu den Brennerei-Gebäuden - die Erklärung liegt darin, dass hier früher "Saladin Boxes" für das Mälzen der Gerste installiert waren. Diese sind heute leider nicht mehr in Betrieb und wurden vor langem abgebaut. Der Ursprung der Destillerie war wie so oft in Schottland eine Bierbrauerei. 1897 wurde dann auf Whisky umgesattelt. Der Zeitpunkt war nicht gerade günstig, denn in der Speyside schossen Brennereien wie Pilze aus dem Boden. 1910 musste die Destillerie dann gar für zwei Jahre geschlossen werden. 1912 wird sie kurz geöffnet, aber auch gleich wieder geschlossen. 1920 wurde sie dann von MacDonald & Muir gekauft, welche 1996 in Glenmorangie unbenannt wurden. Seit September 2008 gehört Glen Moray dem bei uns weniger bekannten Spirituosen-Händler aus Frankreich, La Martiniquaise. Auch der Whisky von Glen Moray ist in der Schweiz eher wenig bekannt, da es keinen offiziellen Importeur für die Schweiz gibt. Schon seit 1976 gibt es den Glen Moray als Single Malt und ist in Grossbritannien sehr erfolgreich. Der Hauptteil der Produktion fliesst in den Blend "Highland Queen". Glen Moray arbeitet seit über zwanzig Jahren im 7-Tages-Betrieb mit dem Ziel, einen qualitativ möglichst gleich bleibenden Whisky zu erzeugen. Die Warehouses liegen sehr nah am Fluss und profitieren so von Klima und Wärme des Gewässers (und von der "Spannung", ob der Fluss, wie oben erwähnt, mal über die Ufer tritt). |  | | | | | | | | | Glenrothes liegt am Ortsrand von Rothes, Morayshire, Schottland und wurde 1878 durch James Stuart & Co. gegründet. Sie war nach Glen Grant die ...
... zweite Destillerie im Ort. Die Produktion von Whisky begann am 28. Dezember 1879, genau an dem Tag, als die erst 1877 erbaute Firth-of-Tay-Brücke bei Dundee einstürzte. 1887 kam die Brennerei zu Highland Distillers. Ein Feuer zerstörte im Mai 1922 das Lagerhaus Nr. 1 mit rund 2.500 Fässern Whisky. Der brennende Whisky floss in den Burn of Rothes, der mitten durch den Ort läuft.
Das Wasser der zur Region Speyside gehörenden Brennerei stammt aus der Ardcanny Quelle und der Brucehill Quelle. Das verwendete Malz kommt aus der Mälzerei der Tamdhu-Destillerie.
|  | | | | | | | | | Die Geschichte der nördlichsten Brennerei Schottlands - gelegen in Kirkwall auf der Insel Mainland der Orkneys - begann 1798, als Magnus Eunson auf dem Gelände der Destillerie ...
... anfing, schwarz zu brennen. 1825 erbaute Robert Borwick die heutige Brennerei, die 1826 ihre Lizenz erhielt. Bis 1869 blieb sie im Besitz der Borwicks, danach folgten einige Besitzerwechsel. Von 1918 bis 1937 war die Brennerei dann stillgelegt. Als Besonderheit betrieben die Mitarbeiter von Highland Park von 1997 bis 2005 die Scapa-Destillerie, wofür sie im Ausgleich die dortigen Lagerhäuser mit benutzen durften.
Ein wirkliches Drama ereilte Highland Park im März 2006: Die Destilleriekatze Barley verstarb bei einem Autounfall; das Ende einer 200 Jahre alten Tradition, denn einen Nachfolger wird es wohl leider nicht geben. Das Wasser der zur Region Highlands/Islands gehörenden Brennerei stammt aus den Cattie Maggie Quellen. Die Destillerie ist eine der wenigen, die heute noch selber in der eigenen Tennenmälzerei (floor maltings) mälzt. Gedarrt wird das Malz in den eigenen Kilns, wofür Torf aus dem nahe gelegenen, von Heidekraut überzogenem, Hobbister Moor verwendet wird. Das erzeugte Malz wird mit zugekauftem ungetorften Malz vom Festland vermischt. Für die Lagerung werden ausschließlich ex-Sherry-Fässer verwendet. Alle Highland Park-Whiskies schmecken leicht süss mit Noten von Heidekraut, Torf, Seeluft und Honig.
|  | | | | | | | | | Der Name Lagavulin (sprich: Lagga-wuulin) bedeutet so viel wie "die Mulde, in der die Mühle steht". Lagavulin liegt in Port Ellen auf der Isle of Islay/Schottland. Die Brennerei gehört ...
... zum Spirituosenkonzern Diageo (ehemals United Distillers). Der Whisky wird auch als Teil der Classic Malts Serie des Konzerns vermarktet. Lagavulin behauptet von sich zu Recht, eine der ältesten Brennereien Schottlands zu sein: Bereits seit 1742 wurde am Standort der heutigen Brennerei Lagavulin-Whisky hergestellt. Die erste legale Brennerei wurde jedoch erst 1816 durch John Johnston gegründet, im folgenden Jahr kam eine weitere durch Archibald Campbell gegründete hinzu: Ardmore (nicht zu verwechseln mit der Brennerei Ardmore in Kennethmont, zu der keinerlei Bezug besteht). 1837 wurden beide Betriebe zur heutigen Brennerei Lagavulin zusammengelegt. Zudem gab es von 1908 bis 1960 auf dem Gelände noch eine weitere Brennerei: Malt Mill von Peter Mackie. In ihrer ehemaligen Mälzerei befindet sich heute das Besucherzentrum. Lagavulin war in der Vergangenheit mehrfach für kurze Zeit stillgelegt: 1918, 1941 bis 1945 und 1952 bis 1953. Das Wasser der zur Region Islay gehörenden Brennerei stammt aus den beiden Solan Lochs (Sholum & Lochan Loch) am Beinn Sholum (347 m). Das verwendete Malz wird aus den Port Ellen Maltings bezogen.
|  | | | | | | | | | Laphroaig, ursprünglich eine Farm-Brennerei für den Eigenbedarf, wurde offiziell 1815 von den Brüdern Johnston gegründet. Aber schon...
... ihr Vater John errichtete eine der beiden illegalen Brennereien, aus denen später Lagavulin werden sollte. Das Wasser für die Herstellung stammte aus dem Sanaig Burn, welcher damals auch Laphroaig als Wasserquelle diente.
Donald Johnston starb im Juni 1847 einen für den Liebhaber seiner Produkte wahrscheinlich idealen Tod: Er fiel - mutmasslich selber unter dem Einfluss von Whisky - in ein gefülltes Fass und ertrank. Die Brennerei blieb bis 1954 in Familienbesitz. Der letzte aus dem Johnston Clan, Ian Hunter, hinterliess die Firma seiner Sekretärin Bessie Williamson, die Laphroaigh 1967 an Long John Distillers verkaufte. Die gingen 1975 in Whitbread auf, welches wiederum zu Allied Domecq gehörte. Allied Domecq wurde 2005 von Pernod Ricard übernommen. Diese mussten sich aber, um die Auflagen des Kartellamtes zu erfüllen, wieder von Laphroaig trennen, so dass nun Beam Global Spirits & Wine der neue Eigentümer ist. Seit 1994 zählt Laphroaig als einziger Single-Malt-Whisky zu den Hoflieferanten des Prince of Wales. Die südlichste der Islay-Brennereien verfügt über Lagerhäuser, die direkt am Meer liegen und bei hohem Wellengang vom Wasser umspült werden. Das Salzwasser, die salzige Seeluft, das torfige Wasser aus dem Kilbride Dam und der Torf, der von Destillerie-eigenen Feldern auf Islay stammt (Glenmachrie Peat Moss) und einen hohen Moos-Anteil aufweist, sollen massgeblich für den unverwechselbaren Geschmack des Malts verantwortlich sein. Allerdings stammt nicht alles Malz aus der eigenen Produktion, ca. 70% wird von den Port Ellen Maltings zugekauft. Die Jahresproduktion liegt bei ca. 2 Millionen Litern (Stand 2000).
|  | | | | | | | | | Die Destillerie Pulteney liegt in der Hafenstadt Wick der Grafschaft Caithness in Schottland. Der von der Brennerei erzeugte Single Malt Scotch Whisky heisst ‚Old Pulteney', wobei das Wort Old (engl. für 'alt') ...
... darauf hinweisen soll, dass der Whisky besonders schnell reift (und nicht, dass er besonders alt ist). Eine offiziellere Aussage meint, dass der Namen 'Old Pulteney' von Sir William Pulteney herstammt, welcher 1810 grössere Teile des Städtchen Wick erbaut hatte.
Die Brennerei wurde 1826 von James Henderson in der damaligen Heringsmetropole gegründet. Fast hundert Jahre blieb sie in Familienbesitz. Es folgte eine turbulente Zeit mit zahlreichen Besitzerwechseln, überschattet von der Prohibition, die in dem Ort 1922 verhängt wurde und bis in das Jahr 1947 jeglichen Verkauf von Whisky untersagte. Die Brennerei wurde 1958 umgebaut, ein Jahr später dann die eigene Tennenmälzerei geschlossen. Der produzierte Whisky wurde in dieser Zeit überwiegend für Blends verwendet, vor allem für Ballantine's. Einen Teil des Whiskies durfte jedoch der unabhängige Abfüller Gordon & MacPhail als Single Malt Whisky unter dem Namen Old Pulteney verkaufen. 1997 schliesslich kam die nach über 60 Jahren erste Eigentümerabfüllung auf den Markt, ein zwölf Jahre gelagerter Old Pulteney. Wegen seines leicht salzigen und trockenen Geschmacks trägt der Old Pulteney auch den Beinamen Manzanilla des Nordens. Sicherlich hat aber auch die Tatsache, dass in der Destillerie Manzanilla Sherry-Fässer verwendet werden, zu diesem Namen geführt. Manzanilla-Sherry ist sehr trocken und äusserst herb. Die Brennerei gehört mit seinen zwei Brennblasen zu den kleineren in Schottland und ist gleichzeitig die nördlichste des schottischen Festlandes. Das relativ torfhaltige Wasser wird aus dem etwa sieben Kilometer von Wick entfernten Loch of Yarrows bezogen, das Malz ist nicht getorft.
|  | | | | | | | | | Royal Lochnagar ist Eine der kleineren Brennereien in Schottland. Nur gerade 2 Brennblasen und 6 Mitarbeiter beherbergt die Destillerie. Sie liegt in der Nähe des Flusses Dee, beschützt vom schwarzen Hügel ‚Lochnagar' ...
... von wo aus auch das Wasser über Torf und durch mit Heidekraut überdeckte Erde in das Sammelbecken der Destillerie fliesst. Ganz in der Nähe liegt die Sommerresidenz der königlichen Familie, das ‚Balmoral Castle'. Eine wunderbare Geschichte über den Erwerb des ‚Royal' im Namen der Destillerie kann auf der hauseigenen Webseite nachgelesen werden - es geschah am 12. September 1848. Er war einer der bevorzugten Whiskys von Queen Victoria.. DDie Brennerei wurde 1845 durch John Begg gegründet, indem er Land in der Nähe des Flusses Dee pachtete. Er nannte die Desillerie ‚New Lochnagar', angelehnt an die von James Robertson sehr früh legalisierte und durch Neider niedergebrannte Destillerie ‚Lochnagar'. Die Geschichte des Royal Lochnagar verlief sehr ruhig. Heute gehört sie zur Diageo-Gruppe, welche seit kurzem (2005) die Abfüllungen der Destillerie unter der erweiterten Reihe der ‚Classic Malts Selection' führt. Royal Lochnagar hat viele kleinere Eigenheiten: So wird ein Teil der Gerste selber gemälzt, der Maischenbottich ist offen, die Washbacks sind aus Lerchenholz. Der Whisky reift in einem Mix aus Sherry- und Fässern aus Amerikanischer Eiche, welche alle schon zwei- bis dreimal verwendet wurden.
|  | | | | | | | | | Die Whiskys von Springbank sind Perlen, die schon fast Kultstatus haben. Hier wird Whisky noch so richtig von Hand gemacht. Und auch sonst bietet die Destillerie viel Einzigartiges.
Im Jahre 1828 durch Archibald Mitchell gegründet, war Springbank die vierzehnte Destillerie, die in Campbeltown dokumentiert wurde. Sie wird noch heute von direkten Nachfahren des Gründers betrieben. Und noch heute wird das Handwerk der Whiskyherstellung in eben diesen traditionellen Räumen verübt. Dies zeigt sich unter anderem darin, dass die einzelnen Räume entgegen den modernen Gepflogenheiten örtlich überhaupt nicht optimiert und manchmal recht schwer oder nur über Umwege zu erreichen sind (wenn sie denn gefunden werden). "Tradition" ist denn auch ein Lieblingswort von Frank McHardy, dem Manager der Destillerie. Springbank ist Handwerk pur: Sie ist die einzige Brennerei, die noch den gesamten Herstellstellungsprozess im eigenen Haus durchführt. Zum Beispiel wird der komplette eigene Malzbedarf noch selber auf den alten Malzböden in aufwendiger Kleinarbeit gemälzt. Computer findet man bei Springbank nur im Büro oder verstaubt an einem sehr versteckten Ort und für wirklich nur genau eine kleine Messung! Im Mittelpunkt steht das Können der Mitarbeiter. Die meisten haben bereits vor Jahren im hauseigenen Bottling (der Abfüllung) angefangen und sich bis zu den Brennblasen hoch gearbeitet. Daraus ergibt sich, dass alle fast alles können und überall Bescheid wissen. Und immer wird überall stoisch schottische Ruhe und Gelassenheit gelebt. Springbank ist eine der wenigen Brennereien, die mehr als einen Single Malt herstellen: Neben dem Springbank selber wird der Longrow und der Hazelburn destilliert. Diese beiden sind nach den ehemaligen Hazelburn- (geschlossen 1925) und Longrow-Brennereien (geschlossen 1896) benannt. Alle Springbank-Whiskys sind leicht getorft (7-8 ppm Phenol), während der Longrow stark torfig ist (55 ppm Phenol) und der Hazelburn ganz ohne Torf auskommt. Ungewöhnlich an der Destillation des Springbank ist, dass der Nachlauf aus dem ersten Brennvorgang gesammelt und dreimal, der Rest jedoch nur zweimal gebrannt wurde. Daher spricht man von zweieinhalbfacher Destillation, was eher selten ist. Longrow wird zweifach, der Hazelburn dreifach destilliert. Longrow wird übrigens höchstens einmal im Jahr hergestellt, was dazu beitragen dürfte, dass er relativ schwer erhältlich ist.
|  | | | | | | | | | Die Talisker Distillery liegt auf der Insel Skye ('Insel der Nebel') in Schottland. Der Name ist von dem gleichnamigen Anwesen abgeleitet, das einige Meilen ...
... westlich in den Bergen liegt. Talisker Whisky wird als Teil der 'Classic-Malts-Serie' verkauft. 1830 gründeten die Gebrüder Hugh und Kenneth MacAskill in dem Ort Carbost am Ufer des Loch Harport die erste Brennerei. Nach dem Tod der Brüder übernahm Donald MacLennan die Destillerie, doch er ging bereits nach wenigen Monaten Bankrott. Auch der nächste Besitzer, J. R. W. Anderson, hatte kein Glück. Dem Ruf des Taliskers selbst fügte dies jedoch keinen Schaden zu. Robert Louis Stevenson ('die Schatzlinsel') nannte den Talisker in einem Gedicht 'the king o` drinks' (dt.: den König der Getränke). Alexander Grigor Allan, Finanzverwalter aus Morayshire und Roderick Kemp, Wein- und Spirituosenhändler aus Aberdeen, bauten die Destillerie wieder auf. 1892 wurde Allan der alleinige Besitzer. Nach seinem Tod wurde die Talisker Distillery Co LTD gegründet, welche wenig später mit der Dailuaine Distillery zur Dailuaine-Talisker Distilleries LTD fusionierte. 1916 übernahm ein Konsortium, dem auch John Walker & Sons angehörte, die Mehrheit der Aktien. Aus diesem Konsortium entstand 1925 die D.C.L. (Distillers Company Ltd.). Im November 1960 wurde die Produktionsstätte durch ein Feuer zerstört, aber bereits 1962 originalgetreu wieder aufgebaut, um den ursprünglichen Geschmack des Whiskys beizubehalten. Bis 1972 verfügte die Brennerei noch über eine eigene Mälzerei, seitdem bezieht sie, wie die meisten schottischen Brennereien, das Malz von externen Produzenten (unter anderem der Mälzerei von Glen Ord). Heute gehört die Brennerei zu United Distillers & Vinters LTD, die seit 2002 Teil von Diageo ist. Der Talisker ist ein doppelt destillierter Single Malt. Das verwendete Malz ist äusserst torfig, der Phenolgehalt ist mit 25 ppm relativ hoch. Das für die Produktion verwendete Wasser stammt aus 14 verschiedenen Quellen und fliesst ebenfalls über Torf, was den Geschmack weiter intensiviert. Als Eigenschaft weist Talisker nicht nur sein Lagerhaus ohne Fensterscheiben auf, sondern auch, dass die Arbeitseinsätze in der Brennerei auf die von der Natur vorbestimmten Einsätze in der Landwirtschaft abgestimmt sind. Der Whisky wird auf Skye gross geschrieben, aber der Ernteertrag ist halt noch etwas wichtiger.
|  | | | | | | | | | Tamdhu ist ein Single Malt Scotch Whisky und zugleich eine Speyside Whisky-Destillerie in Knockando, Banffshire, Schottland. Das Wort selber kommt aus dem Gälischen ...
... und bedeutet ‚kleiner dunkler Hügel'. Die Brennerei wurde 1897 von einer Gruppe von Einheimischen gegründet und bereits ein Jahr später an 'Highland Distillers' verkauft, in deren Besitz sich Tamdhu auch heute noch befindet. Im Gegensatz zu den meisten anderen Brennereien kann Tamdhu auf eine eher ruhige Geschichte zurückblicken - abgesehen von zwei Schliessungen zwischen 1911 und 1913 sowie von 1927 bis 1948 gab es keine grossen Veränderungen und auch keine Besitzerwechsel. Während der Schliessungen wurden die Lagerhäuser aber von der Glenrothes-Brennerei genutzt. Tamdhu produziert auch heute noch sein eigenes Malz, das aus der unmittelbaren Umgebung stammt. Stolz wird deshalb erklärt, dass Tamdhu-Whisky ein Destillat der 'einfachen, natürlichen Ingredienzien der Umgebung' sei. Der grösste Teil der Produktion fliesst in die bekannten Blends wie The Famous Grouse, J&B sowie Cutty Sark. Daneben vermarktet Tamdhu aber auch einen wunderbaren, eigenen Single Malt, andere werden durch unabhängige Abfüller verkauft.
|  | | | | | | | | | 1892 wurde The Balvenie durch die Besitzer der Schwester-Destillerie Glenfiddich William Grant und Söhne erstellt. Der steigende Bedarf an Whisky bewog ihn zu dieser Entscheidung (ob der Brand, ...
... welcher 1891 bei The Glenlivet den ganzen Whiskyvorrat zerstörte, in die Überlegungen einbezogen wurde, darüber kann nur spekuliert werden). Die Balvenie-Destillerie wurde auf dem Firmengelände erstellt und hätte eigentlich ‚Glen Gordon' genannt werden sollen. Doch die Nähe zum Balvenie Castle war dann der Grund, dass einer der meist verkauften Single Malts nun ‚The Balvenie' heisst. The Balvenie ist eine der vier letzten Brennereien, welche ihre Gerste noch selber anbauen und auf dem eigenen Mälzboden mälzen. Ca. 10% des Eigenbedarfs wird so noch gemäss altem Handwerk veredelt. Diese Hingabe an nur noch selten zu findende Handarbeit ist typisch für The Balvenie. Die Destillerie beschäftigt denn auch noch einen eigenen Kupferschmied, hat eine eigene Fassbinderei und mit David Stewart einen der legendärsten Malt Master. Sogar die Brennblasen haben mit ihrem spezifischen "Knubbel" am langen Hals den Begriff ‚Balvenie-Blase' gekürt. David Stewart war es auch, der den Balvenie - als allererste Destillerie überhaupt - nach der Reifung im Bourbon-Fass (first- resp. second refill) noch einem so genannten ‚wood finish' unterzog, indem er den 10 bis 11 Jahre alten Whisky noch für 6 bis 12 Monate in Oloroso-Sherry-Fässer abfüllte. The Balvenie ist heute eine der traditionellsten Brennereien überhaupt. Nicht nur das Handwerk rund um das Destillieren wird hier gross geschrieben, es gelingt ihr auch der perfekte Spagat zwischen grösstmöglichem Absatz und höchster Qualität, was uns stark beeindruckt hat. Dass der daraus entstehende Single Malt auch noch von so herrlicher Qualität ist, gibt allen Menschen, die auf urchigem Handwerk bestehen, Recht. |  | | |
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