Regionen

 
 
Im Wesentlichen wird zwischen den Destillerien in den Lowlands, den Highlands und auf den Inseln unterschieden. Innerhalb der Highlands sind die Täler des Livet und die benachbarten Täler eine eigenständige Region. Im Südwesten liegt die Halbbinsel Campbeltown. Unter den Inseln geniesst Islay einen speziellen Status.
Regionen
  
Die Halbinsel Region Campbeltown liegt im Westen von Schottland. Sie wird zum Festland hin durch eine gerade Linie zwischen der Ortschaft Inverary (dem Hauptsitz des Clan Campbell) auf der östlichen Seite und dem Loch Melfort auf der westlichen Seite begrenzt. Die Halbinsel endet im berüchtigten Mull of Kintyre, der dem Meer ungeschützt ausgesetzt ist. Vielleicht ist das der Grund, dass die Destillerien in Campbeltown Malts mit einer leicht salzigen Note produzieren?
 
Der einzige Ort, an dem heutzutage in der Region Campbeltown Whisky produziert wird, ist das Städtchen Campbeltown selber. Früher gab es über dreissig Destillerien, was auch der Grund für eine eigene Whisky-Region ist (welche gemäss Scotch Whisky Association eigentlich als "protected locality" und nicht als "protected region" geführt wird).
 
Heute sind von den 34 Destillerien nur noch 3 übrig.
 
Eine Zeitlang war sogar nur noch eine in Betrieb, Springbank, die neben ihrem berühmten Malt auch den torfigeren Longrow sowie den ungetorften Hazelburn produziert. Springbank ist eine der wenigen Brennereien in Schottland, die jeden Schritt in der Whiskyherstellung selbst durchführt, vom Mälzen der Gerste bis zur Abfüllung der Flaschen.
 
Glen Scotia, die zweite Destillerie, ist vor kurzem erst wieder in Betrieb genommen worden. Glen Scotia war über einige Phasen des letzten Jahrhunderts stillgelegt worden, vor allem in den 1980er Jahren. Die Gebäude inklusive der Malzspeicher und Getreidescheunen sind aus der viktorianischen Zeit und das Brennereigebäude ist im Originalzustand erhalten.Die Brennerei wurde mit neuen Anlagen wieder eröffnet und ist für Besucher zugänglich.
 
In der letzten und jüngsten Destillerie Glengyle wird seit 2004 gebrannt,  der Whisky ist seit 2009 erhältlich. Der Whisky wird unter dem Namen Kilkerran (eine Anlehnung an den alten gälischen Name von Campbeltown, Kinlochkilkerran) abgefüllt. Dieses geschieht, um die Verwechslung mit einem gleichnamigen Vatted Malt zu vermeiden.
 
 
  
 
Die Highlands sind bei weitem die grösste Whiskyregion Schottlands, die daher zwangsläufig auch grosse Unterschiede aufweist. Im westlichen Teil, zumindest auf dem Festland, gibt es nur wenige, weit verstreut liegende Destillerien. Ihre vielleicht einzige Gemeinsamkeit ist ein runder, fester und trockener Charakter mit einem Schuss Salz und Torfigkeit. Hierfür ist der Whisky von Oban das beste Beispiel.
 
Im hohen Norden der Highlands gibt es mehrere Whiskys mit einem bemerkenswerten Heidekraut- und Gewürzton, der wahrscheinlich von dem hier vorherrschenden Sandstein und der Küstenlage dieser Destillerien herrührt. Ein typisches Beispiel dafür ist der Whisky von Glenmorangie.
 
Die geschützteren östlichen Highlands um Aberdeen und die Midlands um Perth, die manchmal auch als South Highlands bezeichnet werden, liefern eine Reihe bemerkenswert fruchtiger Whiskys. Aberfeldy ist ein typisches Beispiel.
 
 
 
  
 
Islay (sprich: 'Ei-la') ist bekannt und berühmt für solche Malts wie Ardbeg, Lagavulin, Laphroaig und Bowmore und die grosse Anzahl der Destillerien auf diesem kleinen Eiland. Auf der nur 40 Kilometer langen Insel gibt es nicht weniger als neun Destillerien (es waren mal deren 21!). Geplant ist eine weitere (Port Charlotte).

Die Insel Islay produziert die kräftigsten Malts dank ihrer Torfböden und der Lage an der Westküste Schottlands. Die Seeluft durchdringt Böden wie Lagerhäuser und verleiht diesen Malts einen einzigartigen Geschmack.
 
 
  
 
Die Region der Lowlands zieht sich von der Clyde-Bucht bis zum Fluss Tay. Geographisch verläuft sie in etwa nördlich von Dumbarton und Glasgow bis nach Perth und Dundee.
 
Es gab nie sehr viele Lowland-Whiskys, und ihre Zahl hat in den letzten Jahren eher noch abgenommen. Auchentoshan und Glenkinchie florieren prächtig, aber Bladnoch findet man immer seltener und Littlemill und Rosebank hoffen darauf, wieder in Betrieb genommen zu werden. Wie der ganzen Region fehlt den Lowland-Whiskys der windumtoste Glamour der anderen Destillerien Schottlands; nichtsdestotrotz haben sie eine weiche, grasige Note, die sie von den anderen abhebt. Die besten Whiskys haben einen Beigeschmack von Limonengras und Malz.
 
 
  
 
Diese Landschaft zwischen Inverness und Aberdeen reicht vom Granitgebirge bis hinunter in fruchtbares Getreideland und gilt als Kernland der Whiskyherstellung. Eine Flusslandschaft mit dem Spey als Hauptfluss. Auch wenn es sich nicht präzise abgrenzen lässt, so umfasst Speyside, nach vorherrschender Meinung, zumindest das Gebiet zwischen den Flüssen Findhorn und Deveron.
 
Die Granitgebirge liefern weiches Wasser, das oftmals noch über heidekrautüberzogene Moorflächen fliesst. Die Destillerien mit den Lagerhäusern sind meist in kühlen Landstrichen angesiedelt. Speyside Single Malts sind allgemein bekannt für ihre Eleganz; ihre Blumigkeit und ihre leichten Heidehonignoten werden zuweilen durch ein verhalten rauchiges Aroma ergänzt.
 
Daneben gibt es hier zwei Extreme: den voluminösen Sherry-Typ, repräsentiert durch The Macallan, Glenfarclas und Aberlour, und einen leichteren subtileren Stil, wie ihn Knockando, Glen Grant oder The Glenlivet verkörpern.
 
Muh bei Heilam
 
Haus bei Mündung River Forss (Crosskirk)
 
Hinterhof bei Helmsdale
 
Friedhof (Kinbrace)